Rebhuhn mit Küken am Plattenweg

Bodenbrüter im Randbereich der Sandgrube Neuposa–Zettweil

Bereich: Umwelt & Artenschutz
Ort: Alter Plattenweg im Tagebau, Randbereich zwischen Neuposa/Kleinröda und Zettweil/Spora

Beobachtung: Rebhuhn mit Küken auf einem alten Betonplattenweg im Randbereich der Sandgrube

Rebhuhn mit Küken am Plattenweg

(Symbolbild)

Artbeschreibung

Das Rebhuhn (Perdix perdix) ist ein typischer Bodenbrüter offener Agrarlandschaften. Es nutzt Brachen, Saumstreifen, Feldraine, Hecken und Übergangsbereiche zwischen Acker und Rohboden als Brut- und Aufzuchtgebiet. Die Jungtiere sind Nestflüchter und reagieren besonders empfindlich auf Störungen.

Beobachtungssituation

Die Beobachtung zeigt ein Rebhuhn mit mehreren Küken auf einem alten Plattenweg im Tagebau. Der Weg ist von dichtem Bewuchs aus Kräutern, Wicken, Gräsern und niedrigen Sträuchern gesäumt. Kieselsteine, Quarzsplitter und Rohbodenbereiche bieten zusätzliche Deckung. Die Tiere nutzten die Vegetation als Schutz und bewegten sich ruhig über die Platten.

Bedeutung als Bodenbrüter im Planungsgebiet

Rebhühner legen ihre Gelege bodennah im dichten Bewuchs an. Die Küken suchen bei Gefahr Deckung im Saumstreifen oder drücken sich flach an den Boden. Baustellenverkehr, Maschinen oder Eingriffe können diese Fortpflanzungsstätten direkt beeinträchtigen. Der Nachweis reproduzierender Rebhühner ist daher artenschutzrechtlich relevant.

Im Rahmen des allgemeinen Artenschutzes gemäß § 39 BNatSchG sind Eingriffe während der Brut- und Aufzuchtphase (März bis August) besonders kritisch. Eine verstärkte Nutzung oder ein Ausbau der Trasse kann Bruträume gefährden.

Ökologischer Kontext

Die Kombination aus Plattenweg, dichter Randvegetation, Kieselbereichen und angrenzender Gehölzstruktur schafft ein kleinteiliges Habitat, das ideal für Rebhühner und andere Bodenbrüter ist. Übergangsbereiche dieser Art besitzen eine hohe ökologische Bedeutung.

🧩 Fazit

  • Der Plattenweg wird als Brut- und Aufzuchtbereich von Rebhühnern genutzt.
  • Die Beobachtung belegt das Vorkommen empfindlicher Bodenbrüter im Randbereich der Sandgrube.
  • Bauliche Eingriffe können Fortpflanzungsstätten direkt beeinträchtigen.
  • Artenschutzrechtliche Prüfungen sind zwingend erforderlich.
  • Die Strukturvielfalt erhöht die ökologische Bedeutung des Gebietes.
Hinweis:

Diese Seite dokumentiert eine Beobachtung eines Bodenbrüters im Randbereich der Sandgrube. Sie dient der fachlichen Einordnung und internen Analyse. Eine rechtliche Bewertung erfolgt ausschließlich durch zuständige Behörden.
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